Das Dorf: Kirche San Bartolomeo
 

Die Bergkirche San Bartolomeo am Ort "de Indempno" datier aus dem Jahr 1213 aber man glaubt dass sie noch viel älter ist als sie bisher gefundenen Dokumente. Im Jahr 1400 wurde die kleine Bergansiedlung als Gemeinde bezeichnet.

Der Name der Kirche erscheint im Jahr 1505 in einer Akte im Archiv des Kapitels von Locarno. In jener Zeit übertrug der Erzpriester von San Vittore einem Priester San Bartolomeo "de Indempno".

Aus den Schilderungen der jeweiligen Bischöfe anlässlich ihrer Besuche kann entnommen werden, wie die Kirche in verschiedenen Epochen ausgesehen hat. Die erste detailliert dokumentierte Beschreibung datiert aus dem Jahr 1591 und wurde von Bischof Ninguarda erstellt. Darin erwähnte er im Besonderen, dass der Brunnen (das Taufbecken) und der Altar scheinbar restauriert wurden und die Kirche sich gemäss seiner Auffassung in einem guten Zustand befinde. Anlässlich eines Besuchs im Jahr 1636 wurde die Kirche jedoch als "missgebildet" bezeichnet weil sie eng und bescheiden war.

Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die linke Seitenkapelle errichtet. Sie wurde der "Jungfrau des Rosenkranzes" gewidmet und beinhaltet eine Statue aus Holz. Wenig später wurd die neue Sakristei gebaut.

Zwischen 1758 und 1761 wurde mit grosser Warscheinlichkeit der Chor restauriert. Die Errichtung eines neuen Altars aus Marmor und die Konstruktion der Kapelle San Giuseppe mit Altar erfolgten im Jahr 1780. 1795 beurteilte Bischof Rovelli die Kirche sehr positiv. Im Jahr 1859 sprach man von einem "Bau" der Kirche. Dies bezog sich vermutlich auf eine Verlängerung um 2 Meter. Es wurde bislang jedoch keine Bestätigung der ausgeführten Arbeiten gefunden.

Die Kirche steht auf iner grossen Geländeterrasse mit Sicht auf das Veddasca Tal. Der Friedhof, umgeben von einer Mauer, liegt nördlich der Kirche in Richtung Berg. Die Kirche und das Pfarrhaus bilden heute einen einzigen rechteckigen Bau. Der Kirchenkörper, wahrscheinlich 1859 von Giovanni Agnesi projektiert, scheint das Resultat der Integration der verschiedenen vorhandenen Elemente, des Chors, des Eingangsatriums und wahrscheilich auch der beiden seitlichen Kapellen zu sein.

Die Renovation im Jahr 1859 hat eine von Aussen sichtbare Beruhigung der wilden Bergarchitektur bewirkt. Man bemerkt dies an der Form des Atriums, den Wänden, dem Kappellenvorbau, den abgerundeten Ecken sowie dem mondförmige Fenster mit "cartoccio mediano". Alles sind Elemente aus der Magadinoebene welche nach Indemini gebracht wurden. Der Kirchturm aus groben Natursteinen, heute in rasa pietra Technik (Fugenverstrichputz) verputzt, scheint im Jahr 1817 um den heutigen Glockenstuhl erweitert worden zu sein.

Vom schönen marmornen Altar aus dem Jahre 1780 verblieb nur der Sockel mit dem Treppenstufen, der kleine Altaraufsatz (wahrscheilich aus einer späteren Zeit) und das schöne Türchen aus rundem getriebenem Kupfer, verslibert und vergoldet zeigt das Lamm Gottes. Rustikal sind hingegen das Taufbecken und das Weihwasserbecken gehalten.

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